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Glossar

Eine Zusammenstellung der wichtigsten und häufigsten Begriffe und Bezeichnungen, die im Zusammenhang mit einer Erkrankung an einem myelodysplastischen Syndrom in Arztgesprächen, Informationsbroschüren und bei der Internetrecherche auftauchen.

Aus mehreren Internet-Quellen zusammengestellt von:
Bergit Korschan-Kuhle, MDS-Patienten Interessen Gemeinschaft
mit der freundlichen Unterstützung von Frau Dr. Julie Schanz, Oberärztin am MDS-Exzellenzzentrum der Universitätsmedizin Göttingen

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Untergruppe der T-Lymphozyten; Hauptaufgabe ist die positive Regulation der Immunabwehr.

Untergruppe der Leukozyten; sie werden ursprünglich im Thymus gebildet; innerhalb der T- Lymphozyten werden zwei Gruppen unterschieden: T-Helferzellen = CD4 Lymphozyten und T-Suppressorzellen = CD8 Lymphozyten.

Medikament aus der chemischen Gruppe der Piperidindione; kann Tumorwachstum und die Neubildung von Blutgefäßen hemmen und das Immunsystem beeinflussen; wurde von 1957 bis 1961 in Deutschland als Schlaf- und Beruhigungsmittel unter dem Namen 'Contergan' eingesetzt; wirksam beim myelodyplastischen Syndrom, beim Multiplen Myelom und bei anderen Krebserkrankungen.

Studie zur Wirksamkeit von Medikamenten oder anderen Behandlungsverfahren; bei der Entwicklung werden die Phasen I – IV unterscheiden.

Blutplättchen; Hauptaufgabe ist die Blutgerinnung.

Aus dem Blut gewonnene Flüssigkeit, bestehend aus Blutplättchen (Thrombozyten) und aus Blutplasma zum Zwecke der Übertragung bei einer Thrombozytopenie.

Mangel an Blutplättchen (Thrombozyten); Begleiterscheinungen sind Nasen- / Zahnfleischblutungen; eine Wunde schließt sich nur langsam.

Vorübergehender Anstieg der Zahl der Blutplättchen.

Giftigkeit.

Eisenbindendes Eiweiß; Hauptfunktion ist der Transport von Eisen; wird als Laborwert zur Bestimmung des im Körper vorhandenen Eisens genutzt, besser geeignet ist die Bestimmung von Ferritin.

Der Veränderungsprozess von gesunden Zellen zu Tumorzellen, die dann ungehemmt wachsen und sich so unkontrolliert vermehren.

Reaktion des Empfängers auf eine Bluttransfusion, die Antikörper gegen die roten Blutkörperchen des Empfängers enthält; die Reaktion kann sofort oder wenige Tage nach der Übertragung einsetzen.

Begriff aus der Zytogenetik; beschreibt die Verlagerung von Chromosomenteilen; unterschieden werden balancierte Translokationen ohne Verlust von genetischem Material und unbalancierte Translokationen mit Verlust oder Vermehrung von genetischem Material; häufige Veränderungen in Krebszellen.

Das Organ oder Gewebe, das gespendet wird.

Mögliche Nebenwirkung einer Transplantation, bei der die gespendeten Blutzellen die Körperzellen des Empfängers als fremd angreifen und eventuell eine Entzündung hervorrufen; (Spender-gegen-Empfänger-Erkrankung); zur Vorbeugung werden Medikamente verabreicht; vgl. Graft-versus-Host-Disease, GvHD.

Übertragung von Gewebe; Übertragung von lebendem Gewebe; unterschieden wird nach dem Organ bzw. Gewebe (Niere, Leber, Herz, Knochenmark, Blutstammzellen u. a.) und nach der Quelle des Gewebes (allogen, autolog o. a.).

Eigentlich Übertragung von fremdem Gewebe oder fremden Zellen; in der Hämatologie wird der Begriff oft für die Übertragung von Stammzellen benutzt.

Eigentlich Übertragung von eigenem Gewebe oder eigenen Zellen; in der Hämatologie wird der Begriff oft für die Übertragung von eigenen Stammzellen für die Blutbildung verwandt.

Begriff aus der Zytogenetik; beschreibt die Verdreifachung eines Chromosoms, angeboren oder erworben; häufige Veränderung in Krebszellen; Beispiel: Trisomie 8 bei einem Myelodysplastischen Syndrom (erworben).

Begriff für im Blut oder anderen Körperflüssigkeiten nachweisbare Substanzen, die das Vorhandensein oder die Aktivität einer bösartigen Krankheit anzeigen.

Überbegriff für Gene, die die Entstehung bösartiger Tumore unterdrücken; bei angeborenen oder erworbenen Veränderungen in diesen Genen oder Verlust der Gene entfällt diese Kontrollfunktion, das Risiko für die Entstehung bösartiger Tumore steigt.