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Glossar

Eine Zusammenstellung der wichtigsten und häufigsten Begriffe und Bezeichnungen, die im Zusammenhang mit einer Erkrankung an einem myelodysplastischen Syndrom in Arztgesprächen, Informationsbroschüren und bei der Internetrecherche auftauchen.

Aus mehreren Internet-Quellen zusammengestellt von:
Bergit Korschan-Kuhle, MDS-Patienten Interessen Gemeinschaft
mit der freundlichen Unterstützung von Frau Dr. Julie Schanz, Oberärztin am MDS-Exzellenzzentrum der Universitätsmedizin Göttingen

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Abkürzung für Granulocyte Colony Stimulating Factor; löslicher Botenstoff zur Stimulation der Bildung von Granulozyten; stimuliert auch die Freisetzung von Stammzellen aus dem Knochenmark ins Blut und das Wachstum von Vorstufen der Granulozyten; steht als Medikament zur Verfügung; Gabe intravenös oder subkutan.

Auch g-GT; Abkürzung für Gamma-Glutatamyltransferase; Laborwert vor allem zur Beurteilung einer Schädigung der Leber oder einer Behinderung des Abflusses der Galleflüssigkeit über die Gallenwege.

Bestrahlung des ganzen Körpers; wird z.B. vor einer Knochenmarktransplantation durchgeführt.

GdB

Abkürzung für "Grad der Behinderung".

Gezielte Untersuchung der DNS auf Genveränderungen, z.B. als Ursache angeborener Erkrankungen oder zur Charakterisierung und Einteilung erworbener Erkrankungen.

Alle Zellen des Körpers tragen Strukturen auf der Oberfläche, die dem Immunsystem die Unterscheidung eigen/fremd ermöglichen. Fremde Zellen werden zerstört, eigene nicht. Bei Transplantationen von Organen oder von fremden Zellen muss das Erkennungssystem (HLA-System) umgangen werden. Man sucht daher nach möglichst ähnlichen Spendern für einen bestimmten Patienten (HLA-kompatibel) und unterdrückt medikamentös das Immunsystem des Patienten. Gewebeunverträglichkeit gehört zu den wichtigsten Todesursachen nach Fremdtransplantationen. Bei Eigentransplantationen besteht das Problem nicht.

GOT

Abkürzung für Glutamat-Oxalacetat-Transaminase; anderer Name Aspartat-Aminotransferase, ASAT oder AST; Laborwert vor allem zur Beurteilung von Schäden der Leber.

GPT

Glutamat-Pyruvat-Transaminase; anderer Name Alanan-Aminotransferase, ALAT oder ALT; Laborwert vor allem zur Beurteilung von Schäden der Leber.

Abkürzung GvHD oder GvH; deutsch: Transplantat-gegen-Wirt-Reaktion; Komplikation nach einer allogenen Blutstammzelltransplantation; Zellen des transplantierten Immunsystems erkennen Organe des Empfängers als fremd und greifen sie an; häufig betroffen sind Haut, Schleimhäute vor allem im Verdauungstrakt, Leber u. a.; unterschieden werden die akute und die chronische Verlaufsform.

Die Entstehung von Granulozyten aus ihren Vorläuferzellen.

Bestimmte Art der weißen Blutzellen (siehe: Leukozyten); Unterteilung in Neutrophile, Eosinophile und Basophile; Granulozyten machen etwa 60 – 70% der weißen Blutzellen aus.