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Glossar

Eine Zusammenstellung der wichtigsten und häufigsten Begriffe und Bezeichnungen, die im Zusammenhang mit einer Erkrankung an einem myelodysplastischen Syndrom in Arztgesprächen, Informationsbroschüren und bei der Internetrecherche auftauchen.

Aus mehreren Internet-Quellen zusammengestellt von:
Bergit Korschan-Kuhle, MDS-Patienten Interessen Gemeinschaft
mit der freundlichen Unterstützung von Frau Dr. Julie Schanz, Oberärztin am MDS-Exzellenzzentrum der Universitätsmedizin Göttingen

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Zellen, die zu den weißen Blutkörperchen (Leukozyten) gehören; eine Unterform der Lymphozyten; sie sind in der Lage, Antikörper zu bilden und können sich zu Plasmazellen oder Gedächtniszellen entwickeln;

Zellen, die zu den weißen Blutkörperchen (Leukozyten) gehören; eine Unterform der Lymphozyten; sie sind in der Lage, Antikörper zu bilden und können sich zu Plasmazellen oder Gedächtniszellen entwickeln.

Drei Symptome, die oft gemeinsam bei Krebserkrankungen, insbesondere bei Lymphomen, aber auch bei MDS, auftreten: Fieber, Nachtschweiß und Gewichtsabnahme.

Einzellige, aus sich selbst teilungsfähige Mikroorganismen mit einer Größe von 1 - 10 µm; in der Medizin bedeutsam als Erreger von Erkrankungen.

Untergruppe der weißen Blutkörperchen (siehe: Leukozyten). Da sie zur Kategorie der Granulozyten gehören, nennt man sie auch basophile Granulozyten.

Der obere Bereich des Hüftknochens, aus dem bei einer Knochenmarkbiopsie Proben entnommen werden.

Erkrankungen, die bei einem Patienten zusätzlich, neben der im Vordergrund stehenden Krankheit, vorliegen. Beispiele für Begleiterkrankungen sind Diabetes mellitus und Bluthochdruck bei einem Krebspatienten.

Einteilung der chemotherapeutischen Behandlung in einzelne Abschnitte (Zyklen) mit Therapiepausen.

Gehört zu den Gallefarbstoffen; Abbauprodukt von Hämoglobin; bei der Laboruntersuchung werden direktes (nicht an Albumin gebundenes) Bilirubin und indirektes (an Albumin gebundenes) Bilirubin unterschieden; Laborwert zur Beurteilung des Abbaus von Hämoglobin und von Ausscheidungsstörungen der Leber oder der Gallenwege.

Entnahme einer Gewebeprobe mit einer Hohlnadel; Punktion.

Blasten sind junge, noch nicht endgültig differenzierte Zellen. Sie gehen aus Stammzellen hervor und entwickeln sich im gesunden Zustand zu einem speziellen funktionsfähigen Zelltyp im Knochenmark.  Der Blastenanteil, bzw. die krankhafte Vermehrung von Blasten, ist ein Anhaltspunkt für das Erkrankungsstadium von MDS bzw. einer Leukämie. Normalerweise sind weniger als 2-5% der Zellen im Knochenmark noch nicht fertig ausgereift. Beim Überschreiten des Blastenanteils von 20% im Knochenmark spricht man von einem Übergang in eine akute Leukämie.

Überschuss unreifer Blutzellen (s. Blasten); siehe z.B. bei den MDS-Subtypen  RAEB I und RAEB II.

Macht circa ein Zwölftel des Körpergewichts eines Erwachsenen aus und setzt sich zusammen aus Blutplasma, roten Blutzellen (Erythrozyten), weißen Blutzellen (Leukozyten) und Blutplättchen (Thrombozyten). Blut versorgt den Körper mit Sauerstoff aus der Lunge, befördert Nährstoffe, Botenstoffe (Hormone) und andere chemische Stoffe in die Zellen und transportiert Zellabfall zu den Ausscheidungsorganen.

Großes oder kleines Blutbild; Blutuntersuchung im Labor, bei der verschiedene Werte ermittelt und Zellen gezählt werden.

(auch: Hämatopoese). Prozess der Bildung und Reifung von Blutzellen im roten Knochenmark; die Blutzellen entstehen aus Stammzellen, die sich zu unterschiedlichen Zellen entwickeln können.

Bahnen, die im Körper das Blut zu den Zellen transportieren (siehe: Arterien) und von den Zellen zurück zum Herzen (siehe: Venen).

Individuelle, ererbte Zusammensetzung von Eiweißen auf der Oberfläche der roten Blutzellen; das Immunsystem bildet Antikörper gegen fremde Antigene. 29 Blutgruppen sind beschrieben, die bekanntesten sind das A-B-0- und das Rhesus-System.

siehe: Thrombozyten

Zu den Blutzellen zählen die roten Blutzellen (siehe: Erythrozyten), die Blutplättchen (siehe: Thrombozyten) und die weißen Blutzellen (siehe: Leukozyten). Von den Leukozyten gibt es mehrere Untergruppen. Diese drei Arten der Blutzellen machen ca. 50% des Blutvolumens aus.

BSC

Abkürzung für „Best Supportive Care“; englischsprachiger Begriff für die bestmögliche, unterstützende Behandlung eines Patienten.