Behandlung mit Bluttransfusionen

Eine ausgeprägte Blutarmut (Anämie), wie sie oft im Rahmen einer MDS-Erkrankung auftritt, wird standardmäßig mit Transfusionen roter Blutkörperchen (Erythrozyten) behandelt. Dadurch werden die Symptome der Anämie abgemildert, zu denen starke Müdigkeit, Kurzatmigkeit und Schwäche gehören. Zwei Drittel der MDS-Patienten benötigen regelmäßig Transfusionen.

Mit jeder Bluttransfusion wird dem Körper auch das darin enthaltenen Eisen zugeführt, was auf Dauer zu einer Eisenüberladung führen kann. In diesem Fall kann es notwendig werden, das überschüssige Eisen durch eine Therapie, z. B mit Eisen-Chelatoren (Medikamente) aus dem Körper zu entfernen. Der Körper kann Eisen nicht aktiv ausscheiden. Bei dauerhaft überhöhter Zufuhr lagert es sich deshalb in den Organen ab und schadet ihnen langfristig.

Transfusionen von Blutplättchen (Thrombozyten) sind nur dann erforderlich, wenn deren Anzahl extrem niedrig ist (< 10.000 pro Mikroliter Blut) und es dadurch zu Blutgerinnungsstörungen kommt.

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