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Glossar

Eine Zusammenstellung der wichtigsten und häufigsten Begriffe und Bezeichnungen, die im Zusammenhang mit einer Erkrankung an einem myelodysplastischen Syndrom in Arztgesprächen, Informationsbroschüren und bei der Internetrecherche auftauchen.

Aus mehreren Internet-Quellen zusammengestellt von:
Bergit Korschan-Kuhle, MDS-Patienten Interessen Gemeinschaft
mit der freundlichen Unterstützung von Frau Dr. Julie Schanz, Oberärztin am MDS-Exzellenzzentrum der Universitätsmedizin Göttingen

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Ohne bekannte Ursache.

Anderer Begriff für Antikörper; jedes Immunglobulin hat eine spezielle Aufgabe in der körpereigenen Abwehr des Immunsystems; Immunglobuline werden von B-Lymphozyten und Plasmazellen hergestellt; chemisch handelt es sich um Eiweißstoffe.

Überbegriff für Medikamente, die das Immunsystem beeinflussen; dazu gehören z.B.  Lenalidomid und Thalidomid.

Unterdrückung des Immunsystems; Medikamente, die die Funktion des Immunsystems unterdrücken.

Abwehrsystem des Körpers gegen Eindringlinge (z.B. Bakterien, Viren, Pilze).

Bezeichnung für die erste medikamentöse Behandlung einer bösartigen Erkrankung; Ziel ist die Rückbildung der Krankheit und der Krankheitszeichen; Vergleiche Reinduktionstherapie.

Durch kleinste Organismen hervorgerufene Krankheit mit unterschiedlich gefährlichem Verlauf; Tumorpatienten haben oft ein erhöhtes Infektionsrisiko. Bei einer mit der Krankheit einhergehenden verminderten Anzahl von weißen Blutzellen (siehe: Leukozyten) kann eine Infektion lebensbedrohlich werden.

Dosierte Gabe von Flüssigkeiten, flüssigen Medikamenten, Blutprodukten o.a. über einen Zeitraum von Minuten bis Tagen; Gabe meistens intravenös, aber auch intraarteriell oder subkutan möglich.

Verabreichung einer Substanz in eine Vene, meistens als Medikament aber auch als Teil einer diagnostischen Maßnahme; als Injektion oder als Infusion.

Weltweit gebräuchliches System zur Prognoseeinstufung für Patienten mit myelodysplastischem Syndrom. Prognostisch relevante Parameter sind in diesem System der Anteil der Knochenmarkblasten, die zytogenetische Risikogruppe und die Zahl der relevanten Zytopenien.  Hierbei ergab sich eine Einstufung in vier Risikogruppen („low risk“, „intermediate risk I“, „intermediate risk II“, „high risk“).

2012 wurde der IPSS überarbeitet (Revised IPSS, IPSS-R). Diese Überarbeitung hatte eine Verbesserung der prognostischen Vorhersagekraft des Scores zum Ziel.

Die wesentlichen Veränderungen im IPSS-R sind neue Grenzwerte für Knochenmarkblasten,
neue Grenzwerte für Zytopenie und die Einteilung in fünf zytogenetische Risikogruppen: „very low“, „low“, „intermediate“, „high“, „very high“.  Siehe auch: http://www.mll.com/cms/cms/upload/kurzinfos/MDS.pdf

Das neue Risikomodell ist sowohl für die Vorhersage des Gesamtüberlebens geeignet, als es  auch eine Vorhersagemöglichkeit für das Risiko einer Transformation des MDS in eine sekundäre AML bietet.

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen

Soll als unabhängiges wissenschaftliches Institut den Nutzen und den Schaden von medizinischen Maßnahmen für Patientinnen und Patienten untersuchen.